Abschluss Projekt ClimaNET

21.06.2016

Qualifizierungsnetz für Klimawandelanpassung im Themenbereich „Bauen und Wohnen“

Das Projekt ClimaNET, an dem die Stadtwerke Hartberg als Projektpartner beteiligt sind, ist nun erfolgreich abgeschlossen worden.

Projektpartner:
- 4ward Energy Research GmbH
- Karl-Franzens-Universität Graz, Wegener Zentrum
- Weizer Energie- Innovations- Zentrum GmbH
- Dipl.-Ing. Dr. Alfred Rastädter e.U.
- Ökoplan Energiedienstleistungen GmbH
- Stadtwerke Hartberg Energieversorgungs GmbH
- Stadtwerke Hartberg E-Installationen GmbH
- Weitzer Holding GmbH
- Innoplan e.U.
- B/A/U/Vision Projektmanagement GmbH
- Spitzer GesmbH
- Reiterer & Scherling GmbH
- Impulszentrum Vorau GmbH

Zusammenfassung:
Im Projekt ClimNET wird mit Hilfe von maßgeschneiderten Höherqualifizierungsmaßnahmen ein intensiver Diskussionsprozess sowie Wissenstransfer zwischen Wissenschaft aus den Bereichen der Klimawandelforschung und Energie(politik)forschung einerseits und Unternehmen aus der Bau- , Gebäude- und Energieversorgungsbranche andererseits initiiert. Im Rahmen dieses, auf 2 Jahre ausgelegten Projektes werden insgesamt 30 Qualifizierungsmaßnahmen abgehalten, in welchen mit nationalen Experten/innen aus dem Bereich Bauen und Wohnen ein breites Spektrum von Adaptionsanforderungen betrachtet und diskutiert werden. Durch diesen mehrjährigen Diskussions- und Innovationsprozess wird ein intensiver bidirektionaler Wissens- und Erfahrungsaustausch vorangetrieben. Seitens der beteiligten wissenschaftlichen Institutionen wird den TeilnehmerInnen der Unternehmen der derzeitige Wissensstand von top-down definierten, langfristigen Anforderungen an Anpassungsmaßnahmen sowie den lokalen Klimaänderungen vermittelt. Darauf aufbauend werden in einem zweiten Schritt technische Lösungsmöglichkeiten und zukünftige Dienstleistungsprodukte diskutiert, die dazu beitragen, die an Gebäude gestellten NutzerInnenanforderungen auch unter den geänderten klimatischen und energiepolitischen Rahmenbedingungen möglichst kosten- und ressourcenschonend bereitzustellen. In der dritten Phase des Höherqualifizierungsprozesses werden mit ExpertenInnen für Kommunikation und Innovation, Strategien und Möglichkeiten erarbeitet, wie diese innovativen Lösungsansätze in konkrete marktfähige Geschäftsmodelle übergeführt und in die bestehenden Geschäftsprozesse der beteiligten Unternehmen integriert werden können.

Der bisherige Projektverlauf zeigt, dass derzeit insbesondere im KMU-Bereich in der adressierten Branche ein relevanter Qualifizierungsbedarf hinsichtlich der wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Änderung der lokalen Klimabedingungen und der langfristigen energiepolitischen Anforderungen existiert. Diese Wissenslücke verhindert, dass sich Unternehmen selbständig und aktiv dem Themenfeld widmen können. Ein solches Informationsdefizit muss zunächst durch einen (zeit)intensiven, dialogorientierten Höherqualifizierungsprozess reduziert werden. Ist diese erste Hürde einmal überwunden, sind die Unternehmen in der Lage, vielfältige und kreative Ansätze zur Transformation des Gebäudebestandes in Richtung eines klimawandelangepassten und nachhaltigen Systems zu liefern.
Darüber hinaus zeigen die Ergebnisse, dass im Bereich Bauen und Wohnen insbesondere die Anpassungsanforderungen durch lange Zeitkonstanten und vergleichsweise große Unsicherheiten charakterisiert sind. Zusätzlich wurde bislang, im Gegensatz zu Vermeidungsmaßnahmen, bei den KundenInnen noch wenig Sensibilität hinsichtlich dieser Themenfelder aufgebaut. Tragfähige Geschäftsmodelle benötigen daher neue Kommunikations- und Unternehmensstrategien, um die zugrunde liegenden Themen an die Kunden und zukünftigen Nutzer vermitteln zu können.
Im Rahmen des weiteren Projektverlaufes werden solche Strategien für und mit den im Projekt beteiligten Unternehmen entwickelt.

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